Hesse – Das Glasperlenspiel oder: Was ich nicht las.

Veröffentlicht: Juli 14, 2011 in Literatur
Schlagwörter:, , ,

Seit vielen Jahren ist ein Buch Hesses im 7-bändigen Pappschuber ungelesen: Das Glasperlenspiel. Es reizte mich nicht, weder einfach so, noch nach kurzem Lesen der Inhaltsbeschreibung.

Gelesen habe ich es immer noch nicht, aber gehört. Das war immerhin ein hoher klanglicher Genuss, denn die Aufnahme mit Musik und Stimmenwahl hat mir in dieser Hinsicht sehr zugesagt. Die alte Meister-Schüler-Thematik, auch wenn sie durch das undurchsichtige „Glasperlenspiel“ und eine Menge Mystik aufgepeppt wurde, spricht mich weiterhin nicht an. Ich folgte der Handlung leidenschaftslos, wenngleich sie mich durch zwei schlaflose Nächte begleitete. Plätscher, plätscher, platsch – zu Ende.

Anderer Hesse-Bücher erinnere ich mich mit ganz anderen Stimmungen. Mag es sein, dass die Zeit, Hesse zu lesen einfach vorbei ist? Ich lege diese Erinnerung unter „Allgemeinbildung“ ab und sehe ein, dass dieses eine Büchlein wohl das Schicksal ungelesen im Regal behalten muss.

Advertisements
Kommentare
  1. Ja, ich glaube, Hermann Hesse liest man in einem bestimmten jugendlichen Alter, denn ich glaube, dass man als Leser gerade dann solche Gefühle und Gedanken zu der Zeit in sich selber wieder findet. Als Jugendliche habe ich alles von Hermann Hesse verschlungen. Ich war fasziniert, begeistert, überwältigt. Mein erstes Buch von ihm war „Unterm Rad“ und dann folgten alle anderen, derer ich habhaft werden konnte. Ich fand sie berührend, erschreckend und verschreckend, teils düster, teils versöhnlich und ungemein lebensbejahend. Ich finde die Bücher Hermann Hesse`s poetisch in der Sprache und komplex in der Erzählstruktur. Herausfordernd und hinterfragend. Realistisch und Surrealistisch. Seine Bücher sind meiner Meinung nach Kultbücher und allemal empfehlenswert. Besonders für Jugendliche.
    LG von Rosie

  2. mentizidal sagt:

    Unterm Rad hat mich auch (vor etwa 10 Jahren) am meisten fasziniert. Demian als Hörbuch kam dem sehr nahe. Siddharta las ich dann schon zu Beginn meines Studiums mit anderem Interesse: seitdem hatte ich Hesse-Pause.

  3. Ja, Hesse-Pause habe ich auch seit langem. Sehr sporadisch blättere ich noch einmal in diesem oder jenem seiner Bücher. Insbesondere interessieren mich dann meine vor vielen, vielen Jahren hineingeschriebenen Anmerkungen, Schlussfolgerungen, Erkenntnisse und Unterstreichungen. Das ist wie eine Begegnung mit mir selbst. Sozusagen.
    LG von Rosie

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s