Mit Hunden zum Erfolg.

Veröffentlicht: Mai 10, 2011 in Frakshow des Alltags
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Dann und wann liest man darüber, dass hippe Trendmagazine Flirttipps geben, die garantiert zum Erfolg führen. Ich hörte, Hunde seien angeblich so ein Erfolgsgarant, andere kennenzulernen. Bisher nahm ich an, es ging dabei um einen Tummelplatz Gleichgesinnter, also eine Variante a) Menschen zu finden, die keine Tierhaarallergie haben oder b) den perfekten Partner, der bereits einen Hund hat, damit man sich selbst keinen zulegen muss oder c) ein Wesen zu ergattern, was so einsam ist, dass es alle Liebe einem Tier schenkt bis hin zu d) der Möglichkeit eigene Defizite zu kompensieren, wenn Pfiffi die Komplimente vorbeitrabender Grazien erhascht.

Als ich vorhin am Wasser entlang tigerte, begegnete mir eine ganz neue Variante des Bindugspotenzials von Hunden.

Ein groß gewachsener, ausgeprägt stämmiger Herr, ich schätze um die 40, unklar ob er beabsichtigt eine Glatze als Frisur trug, kam mir entgegen. In seiner Hand eine Leine zu einem unkontrolliert um ihn herum pirschenden Collie, der die Leine fast treffsicher als Stolperfalle zu benutzen wusste. Auf der Höhe des ausgewachsenen Herrchens angekommen strahlte er (der Mann, der Hund nahm keine Notiz von mir!) mich an, reichte mir die Leine, und sagte:

„Hier, schenk ich Dir.“

Da ich von derartigen Varianten noch nie las, war ich schneller weg als ich antworten konnte und hoffe nun, dass der Hund nicht regelmäßig verschenkt wird.

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Kommentare
  1. Miss Unbekannt sagt:

    Würde mich glatt interessieren, wie der Mann reagiert hätte, hättest du ihm die Leine abgenommen und dich bedankt.

  2. Björn sagt:

    War das ein Bordercollie? Den hätte ich genommen!

  3. Eine Begegnung, die 40 sich rahmen sollte. Wobei wir das nie Dagewesene vernachlässigen können: Umgekehrt hätte eine junge Frau gewiss etliche Hunde an den Mann gebracht. Vielmehr haben wir zu lernen, dass mit 40 kein Leben mehr losgeht, sondern dass es reißaus nimmt. Unsere „Lebenserwartung“ kommt sozusagen auf den Hund: Vierzig Jahre länger Näpfe leeren, vierzig Jahre länger abkoten. Nicht selten dann auch die Idee, uns in andere Hände zu geben. Keine Hundehütte, aber „auf Zimmer“. Denn es gehet dem Menschen wie dem Vieh: wie dies stirbt, so stirbt er auch.

  4. Tom sagt:

    Du hättest ihn doch wenigstens essen können.

  5. Tom sagt:

    Du kannst nich selber Feuer machen?

  6. mentizidal sagt:

    Doch. Können und Wollen sind unterschiedliche Dinge.

  7. Tom sagt:

    Warum hast Du kein Feuer machen wollen können?

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