ausgelesen: Ralf Rothmann – Junges Licht

Veröffentlicht: August 17, 2011 in Ausgelesen, Literatur
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[Mentizid versucht (sich) zu bilden.]

Auf der Suche nach Spuren von Religion ist dieses dünne Büchlein mir vor allem durch den beschriebenen unaufdringlichen und mitunter gar nicht so  charmanten  Arbeitercharme des Ruhrpotts (man kann ruhig Pott sagen, denn es ist, als wühlt alles in einem großen Pott)  in Erinnerung geblieben. Es dauerte die halbe Geschichte, bis ich es zeitlich einordnen konnte, erst dann, mit diesem Wissen, liess ich mich auf die Geschichte ein, in der aus Perspektive eines 12jährigen berichtet wird, wie Mitewohnung, Arbeit unter Tage, minderjährige Verführungen und deren Konsequenzen, Familienalltag, Essen (wer isst schon noch Graupen? Herrlich!) und Kinderspiel zu einem Ganzen finden. Naiv und doch reflektiert.

Ein kurzes Büchlein (etwa 240 S.), daher auch einen Blick wert, wenngleich es ohne rasende Höhepunkte auskommen muss.

Ich las es, um zu erkennen, wie die kindliche Sozialisation natürlich im Katholizismus geschieht, obgleich der atheistischen Elterngeneration mit ganz anderen, sehr pragmatischen Sorgen – und das ist sehr bildhaft beschrieben – und natürlich nicht das Hauptthema im Roman.

Man weiss nicht so recht, warum man dieses Buch lesen sollte. Man weiss aber auch nicht, warum nicht.

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